Heizkostenvergleich

Heizenergieverbrauch in KW/qm von Wohngebäuden in Deutschland

Die Werte stehen für den Wunschgedanken der Erfinder von Wärmeschutzverordnungen und Energie-Einsparverordnungen (EnEV).
Das sind rein theoretische Werte der Gesetzgebung, ohne Berücksichtigung unterschiedlich kalter Winter und individuelle Heizverhalten.

Wenn wir den Heizenergieverbrauch von ca.10000 kWh/Jahr bei unserem Wohnhaus auf die Wohnfläche von 210 m2 umrechnen, dann kommen wir auf 47,62 KW/m2!
Und das bei einem Renovierungsstand von über 20 Jahren (24er Ytongstein und Holzfenster mit Glas K-Wert 3,0).

Entwicklung der Energiepreise in Deutschland

Da sich die Strompreise in den letzten Jahren durch mehrere Faktoren (z.B. EEG-Umlage) erhöht haben, werden die Elektroheizungen, die nach dem Konvektionsprinzip die Raumluft erwärmen wie z.B. Nachtspeicheröfen vielen Besitzern mittlerweile zu teuer. Bei 15000 bis 30000 KW Jahresverbrauch liegt die Abschlagszahlung monatlich dann zwischen 240,-€ und 460,-€ alleine für Heizstrom. Da jedoch niemand die genaue Preissteigerung für die Zukunft vorhersagen kann, können wir dies nur abschätzen. Unsere Politik bereitet uns auf jährliche Strompreissteigerungen von ca 5% - 8% vor. Die Aufschläge für EEG-Umlage werden aber unserer Meinung nach nicht mehr so drastisch steigen. Der Anstieg wird sich vermutlich verlangsamen oder sogar wieder sinken, da sich die Investitionen der erneuerbaren Energien amortisiert haben.

Entscheidend ist der Verbrauch

Die entscheidende Frage ist, was kostet mich die Heizanlage, die Wartungsdienste, die jährlichen Messungen und die aufzuwendende Energie. Dabei ist unwichtig was einen Kilowattstunde der jeweiligen Energie kostet, sondern wieviel der Energie ich davon verbrauche. Denn schlussendlich ist es der Verbrauch, den wir bezahlen müssen.

Die günstigste Heizenergie ist die, die nicht verbraucht wird.

Nehmen wir ein Beispiel dazu:
Von den “Heizungsfachleuten” wird oft dargelegt, dass aus einem Liter Heizöl 10 kW an Heizenergie generiert werden können. Bei einem Literpreis für Öl von ca. 0,85 € würden dies nur 0,085 € pro kW Heizenergie bedeuten, ein kW Heizstrom aber 0,179 € (NT-Tarif, EnBW Stand 1.1.2014) kosten.
Ein Verbrauch von 3500 Litern Heizöl bedeuten folglich dann aber auch ein Verbrauch von 35000 kW Heizenergie.

In unserem Wohn- und Geschäftsgebäude benötigten wir mit unserer alten Öl-Heizung durchschnittlich 3500 Liter Heizöl ( genauer umgerechnet ca. 33000 KWh) pro Heizsaison. Das hätte uns 2015 mit allen Nebenkosten (Ölpreis bei 3000 Liter durchschnittlich 0,60€/Liter, Strom für Heizungspumpe, Wartung, Kaminkehrer usw.) rund 2500,-€ gekostet.
2011 ersetzten wir diese gegen Infrarot-Heizungen. Der Stromverbrauch für Heizung und Durchlauferhitzer für Warmwasser beläuft sich seitdem auf ca. 7000 KWh bis 9000 KWh (schwankend durch unterschiedliche Heizdauer: Im extremen Winter 2012/2013 heizten wir von September beginnend bis April ca. 80 Tage länger als zuvor).
Bei ca. 8600 KWh Verbrauch von 3/2014 bis 3/2015 und unserem damaligen Stromtarif von 0,235€/KWh bedeuteten das nur 2100,-€ Heizkosten mit Warmwasser und Grundgebühr.
Zusätzlich brauchten wir noch 3-4 Ster Holz für unseren Holzofen, der im Winter ab und zu für wohlige Feuerromantik sorgt.

Zum jetzigen Zeitpunkt (Heizölpreis ca. 0,65€/Liter, Strompreis 0,23€/Kwh, Stand 4.2018) liegt der Vorteil gegenüber Heizöl nicht unbedingt beim Preis. Dafür läuft unsere Heizung seit 2011 völlig wartungsfrei.
Wer einmal die wohlige Wärme und das einzigartige Wohnraumklima von Infrarotheizungen kennengelernt hat, weiß die Vorteile zu schätzen.